Balafon Workshop

 

Melodien und Rhythmen auf dem Xylophon aus Afrika

Für AnfängerInnen bis Fortgeschrittene

 02.-03.Juni 2018

 

Zeiten:

Samstag und Sonntag 11 – 16 Uhr

Zwischendurch ist Zeit zum Essen, Entspannen und Bewegen

Kosten: 125 €

Zuzüglich 10 € Balafon-Leihgebühr für alle,

die kein eigenes Balafon (C-Pentatonik) mitbringen.

Anmeldung: info@trommeln-in-aachen.de

 

Leitung: Werner Wevers, www.balafon.de

 

Hier kannst Du in die faszinierende Klangwelt des Balafons eintauchen. Kontinuierliches Lernen, auf traditionelle afrikanische Weise, durch Hören, Sehen, Fühlen, Erleben, Erinnern, Nachahmen, Agieren und Reagieren, öffnet dir die Tür zur Musik.

Niederschriften der Musik stehen auch zur Verfügung.

Momo arbeitet mit kleinen Gruppen, die ein intensives Eingehen auf den Einzelnen erlauben.

Ob Anfänger oder schon fortgeschritten, alle Beteiligten können sich mit ihren erlernten Pattern in das gemeinsame Spiel eingeben und ausprobieren, rausfliegen, wieder rein finden, vertiefen und? … natürlich genießen.

 

Unterrichtsinhalte: traditionelles Ensemble- und Solospiel
– tragende Begleitrhythmen (Supports), Solopattern, Soloimprovisationen –
– auf Wunsch entsprechende Supports für Trommeln und Kleinpercussion –
– Gesänge aus Ghana und Burkina Faso, gleichzeitig singen und spielen –
– begleitende Rhythmusübungen zum tieferen Verständnis der Musik –
– Instrumentenkunde und Instrumentenpflege –
– kurze Berichte über die Ghanareise und das autodidaktisches Musikstudium von Momo geben Antworten auf viele Fragen –

 

Das Balafon

ist in vielen Regionen Afrikas ein pentatonisches Xylophon.

Dieses percussive Melodieinstrument, „Gyil“ wie es in der Sprache der Birifor genannt wird, ist der Urahn des uns heute bekannten Xylophons.

Tönt mancherorts der uns fremde und geheimnisvoll singende Balafonsound kilometerweit über die afrikanische Savanne, zelebrieren Griots (Musiker) gesellschaftliche Ereignisse mit einer faszinierenden Musikkultur. Darin hat das Balafon eine bedeutende Funktion. Als Soloinstrument oder im Ensemble mit Begleitung von Trommeln, Gesängen oder Erzählungen und verschiedener Percussion, ist das Balafon mit seinen Melodien und Rhythmen die Seele der Lieder bei traditionellen und rituellen Anlässen (z. B. Geburt, Initiation, Hochzeit, Ernte, Richtfest beim Hausbau, Tod oder einfach zur Unterhaltung und zum Tanz).. Das den Klang des Holzes begleitende Surren und Zirpen, das durch Membranen an den Kalebassen, welche als Resonatoren dienen, hervorgerufen wird, bewirkt zudem seltsam anmutendes Gerede.

In Afrika wird gesagt: „Das Balafon spricht.“

Die Studien von Yaw Momo WW konzentrieren sich hauptsächlich auf die Balafonmusik der Birifor, Lobi und der Dagarti im Nordwesten Ghanas und der Bobo im Süden Burkina Fasos. Die Gebiete dieser Volksgruppen grenzen aneinander und gehören zum Volta-Kulturraum. In diesem Kulturraum hat sich das Balafon vor langer Zeit über viele Generationen vom Erdlochxylophon bis zum heutigen Rahmenxylophon entwickelt und verbreitet.

„Lirra“, so nennen die Birifor den Baum, der singt. Sein Holz ist für die Herstellung der Klanghölzer sehr gut geeignet. Es handelt sich hier um Kosso „Pterocarpus erinaceus“, ein afrikanischer Palisander, oder auch afrikanisches Sandelholz genannt.
Seit 2. Januar 2017 steht dieses Holz unter CITES II Artenschutz.

Die vierzehn oder manchmal auch mehr Klanghölzer des Balafons aus dem Volta-Kulturraum sind pentatonisch gestimmt. Pentatonisch heißt, dass eine harmonische Tonfolge innerhalb einer Oktave aus fünf Tönen (z. B. c, d, e, g, a) besteht. Dazu muss man feststellen, dass ältere Instrumente aus Afrika zwar eine pentatonische Tonfolge haben, welche aber in der Tonhöhe an der Stimmlage des Sängers im Dorfe orientiert war und nicht auf den hier üblichen Kammerton abgestimmt wurde. Zudem gibt es alte Instrumente, deren Tonfolgen relativ gleiche Abstände haben, eine so genannte Äquipentatonik.
Eine weitere Variante des Balafons mit einer diatonischen Tonfolge, ist in einigen anderen Regionen Afrikas zu finden.
Die Länge der Klanghölzer und die Stärke im mittleren Bereich sind die Kriterien, die den Ton bestimmen.

Der Rahmen wird aus Holzstäben gefertigt und mit Tierhaut verzurrt.

Die Kalebassen, die unter den Klanghölzern im Rahmen befestigt sind, dienen als Resonanzkörper. Es sind Flaschenkürbisse, deren äußere Hülle ausholzt. Sie wachsen als Feldfrüchte und Früchte des Kalebassenbaumes. Nach der Ernte werden sie getrocknet und ausgehöhlt.
Das Luftvolumen und die Größe der Öffnung der Kalebasse sind die Kriterien, die den Ton bestimmen. Wenn die Kalebasse und das Klangholz genau gleich gestimmt sind, bewirkt sie eine Verstärkung des Tones. Jede Kalebasse hat an der Seite zwei bis drei kleine Löcher. Die darüber geklebten Membranen aus hauchdünner Folie (früher Spinnenkokons) erzeugen eine zusätzliche, surrende und zirpende, typisch afrikanische Klangkomponente, die dem Frequenzspektrum der menschlichen Stimme ähnelt.

Ein Klangerlebnis der besonderen Art.

Quelle: www.balafon.de